Dokumentation

BE-IIS-HPP-MODBUS

Zweikanaliges, isoliertes RS-485 für Modbus RTU und andere robuste serielle Feldbusanwendungen.

BE-IIS-HPP-MODBUS

Überblick

Das BE-IIS-HPP-MODBUS stellt zwei unabhängige, galvanisch getrennte RS-485-Schnittstellen bereit. Es ist für Modbus-RTU-Systeme und andere serielle Protokolle über die differenzielle RS-485-Physik gedacht.

Die automatische Richtungssteuerung reduziert den Aufwand im Halbduplex-Betrieb. Zwei Kanäle eignen sich für Gateways zwischen Feldgeräten oder für parallele Überwachungs- und Kommunikationsaufgaben.

Linux-Integration

Das Board wird über eine produktspezifische HAT++-Konfiguration integriert. Der Installer enthält Device-Tree-Overlay und die nötigen Komponenten für die gewählte Instanz.

Nach der Konfiguration erscheint jeder Port als gewöhnliches Linux-Seriellgerät. Standard-APIs und Modbus-Software können ohne proprietäre Laufzeitumgebung verwendet werden.

RS-485-Betrieb

Serielle Einstellungen müssen zum angeschlossenen Netz passen: Baudrate, Datenbits, Parität und Stoppbits müssen bei allen Teilnehmern identisch sein.

RS-485 ist ein Bus. Verwenden Sie eine linienförmige Topologie, vermeiden Sie unkontrollierte Stichleitungen und setzen Sie bei Bedarf eine Terminierung ein.

Modbus-RTU-Baudrate einstellen

Vor dem Start der Modbus-Anwendung wird das serielle Framing eingestellt. Alle Geräte im RS-485-Segment benötigen dieselben Werte.

Beispiel: 115200 bit/s, 8 Datenbits, keine Parität, ein Stoppbit:

sudo stty -F /dev/ttySC0 115200 cs8 -cstopb -parenb raw -echo
stty -F /dev/ttySC0 -a

Für 9600 bit/s mit gerader Parität:

sudo stty -F /dev/ttySC0 9600 cs8 -cstopb parenb -parodd raw -echo

Die gewählte Geräteadresse und die gleichen seriellen Parameter werden anschließend in der Modbus-RTU-Master- oder Slave-Anwendung verwendet.

Integrationshinweise

Das Board ist für isolierte Industriekommunikation vorgesehen. Kabelschirm, Bezugspotenzial und Terminierung müssen dennoch als Teil der Gesamtinstallation geplant werden.

Seriellen Port prüfen

Nach dem Anwenden des Overlays zunächst die vom SC16IS752-Treiber erstellten UART-Geräte prüfen. Die genaue ttySC*-Nummer hängt von der aktiven HAT++-Instanz und weiterer serieller Hardware ab.

ls -l /dev/ttySC*
stty -F /dev/ttySC0 115200 cs8 -cstopb -parenb raw -echo