BE-IIS HAT++
Eine strukturierte Raspberry-Pi-Schnittstellenplattform zum Kombinieren industrieller Hardware ohne GPIO- und Buskonflikte.
Mit dem BE-IIS Installer starten
Ein HAT++-System wird über das BE-IIS-Installer-Repository installiert. Es ist der zentrale Open-Source-Integrationsweg für alle unterstützten HATs: passende Device-Tree-Overlays, Treiberhilfen, udev-Regeln, Produktkonfigurationen und Testbeispiele.
sudo apt update
sudo apt install -y git
git clone https://github.com/be-iis/be-iis-installer
cd be-iis-installer
./scripts/install/install-all.sh
Die Produktseiten ergänzen die schnittstellenspezifischen Konfigurations- und Prüfschritte. Das Repository auf dem Raspberry Pi belassen, damit Skripte und Beispiele beim Ausbau des Systems verfügbar bleiben.
Zweck
BE-IIS HAT++ ist ein Plattformkonzept für Raspberry-Pi-Systeme mit mehreren industriellen Schnittstellen. Es verbindet Hardware-Erkennung, festgelegte Ressourcenbelegung und Linux-Integration zu einer wiederholbaren Systemarchitektur.
Ein HAT++-Board ist nicht nur ein elektrisches Add-on: Es hat einen definierten Platz im Stack und eine passende Softwarekonfiguration.
Was HAT++ löst
- SPI-Chip-Selects kollidieren
- Interrupt-Leitungen werden mehrfach verwendet
- I²C-Adressen sind nicht eindeutig
- Device-Tree-Overlays werden manuell und schwer wartbar
- Linux-Schnittstellennamen ändern sich zwischen Systemen
HAT++ verhindert das durch vordefinierte Instanzmodi. Hardware und zugehöriges Overlay bestimmen SPI-Chip-Select, Interrupt-Routing, I²C-Adresse und vorgesehene Systemrolle.
HAT, HAT+ und HAT++
Ein klassischer Raspberry-Pi-HAT beschreibt ein einzelnes Add-on-Board. HAT+ ergänzt das neuere Raspberry-Pi-Modell für Identifikation und Kompatibilität. BE-IIS HAT++ fügt ein wiederholbares Integrationsmodell für ein vollständiges Multi-Board-System hinzu: Produkt-Overlays, definierte Instanzzuordnung und dauerhafte Linux-Schnittstellennamen.
In einem HAT++-Stack darf nur ein primäres Board Instanz I nutzen. Zusätzliche HATs erhalten ihre verfügbare Instanz II oder III, sodass SPI-, Interrupt- und I²C-Ressourcen eindeutig bleiben. Der Installer richtet das passende Overlay für jede gewählte Konfiguration ein.



Linux-Integration
Der Installer installiert oder baut die benötigten Overlays und Kernelmodule, aktiviert die gewählte HAT-Konfiguration und richtet stabile udev-Namen für unterstützte Schnittstellen ein. Netzwerksoftware kann einen stabilen BE-IIS-Schnittstellennamen verwenden, statt sich auf die Erkennungsreihenfolge von Linux zu verlassen.
Stapelbare Systeme
Ein HAT++-Stack kann Ethernet, CAN-FD, RS-485, UART und weitere Schnittstellen auf einem Raspberry Pi kombinieren. Nur ein Board nutzt die primäre Instanz; zusätzliche Boards verwenden andere Instanzmodi, damit jede SPI-, IRQ- und I²C-Ressource eindeutig bleibt.
Das Konzept eignet sich für Gateways, Protokollwandler, Bus-Analyzer, Feldtestsysteme und kundenspezifische Embedded-Linux-Systeme.
Warum HAT++
- definierte Ressourcen statt GPIO-, SPI- und I²C-Konflikte
- reproduzierbare Integration statt einmaliger manueller Overlays
- Standard-Linux-Schnittstellen statt Vendor-Runtime
- offene Skripte und Beispiele zum Prüfen und Anpassen
Portfolio-Überblick
Das Portfolio verbindet Ethernet, Single Pair Ethernet, CAN-FD, RS-485 und UART. Ein Projekt kann mit einem HAT beginnen und zu einem strukturierten Multi-Schnittstellen-System wachsen.
Stack vor der Installation planen
Mit dem HAT Stack Builder kompatible HATs auswählen und eindeutige HAT++-Instanzen vor der Installation zuordnen. So lassen sich doppelte SPI-, Interrupt- und I²C-Ressourcen in größeren Systemen vermeiden.